Schlappe vier Billionen Dollar Baukosten verschlang der neue Tokyoter Komplex, der als Roppongi Hills bekannt wurde. Die zugrunde liegende Vision für dieses Unterfangen war, einen in den Himmel aufragenden Gebäudekomplex zu bauen, deralles bot, was Menschen benötigen. Neben einer überdachten Luxus-Shoppingmeile wurden Parks, Wohnungen, Geschäfte, Restaurants und Büros errichtet. Ein Museum im Mori Tower bietet Kultur. Mit einem Schlag waren die Wohnungsnot und der gefühlte Mangel an Einkaufsmöglichkeiten im oberen Segment behoben.

Roppongi Hills: Die Stadt in der Stadt

Zwar bietet Japans Hauptstadt mit der weltberühmten Ginza und zahlreichen Shoppingmalls genügend Shoppingvergnügungen. Doch Roppongi Hills ist ein eigenes Universum, dass sich zu entdecken lohnt. Die bekanntesten Luxuslabel finden sich in der Keyakizaka Dori Street angesiedelt. Das überdachte Areal in den Roppongi Hills beeindruckt mit Edel-Boutiquen, Schmuckläden und Gourmet-Tempeln. Zusammengenommen ergibt das eine moderne Luxus-Shoppingmall, die sich nicht verstecken muss. Zwischen den Flagship-Stores europäischer Nobel-Marken finden sich Kunstgalerien, das besagte Museum oder exklusive Klubs. Längst haben auch japanische Designer im irdischen Modeuniversum etwas zu sagen. Das Grand Hyatt Hotel und viele Luxus-Appartements in der Nähe sorgen für die Basis-Kundschaft. Den Rest der Kundschaft liefern kaufhungrige Urlauber, die in Japan nach einmaligen Shoppingerlebnissen suchen.

Roppongi Hills: Luxus und Lebenskunst

Westliche Mode, klassische Musik und Kultur stehen bei den Japanern hoch im Kurs. Erstaunlicherweise verträgt sich das mit allem, was Japan selbst an Design, Kunst und Kultur zu bieten hat. Französische Modelabels, teure Parfüms und Schmuck-Edelmarken entschädigen Japaner dafür, viel arbeiten zu müssen. Als Gegengewicht gönnen die Menschen sich gerne jenen Luxus, den andere selbstverständlich finden. Die Shoppingwelt in Tokyo ist für westliche Menschen beeindruckend. Häuser und Preise wachsen auch in Roppongi Hills in den Himmel. Da passt es gut, dem Luxus hier seit 2003 einen weiteren Standort zu reservieren. Das Prinzip dahinter ist, eine weitere Kleinstadt inmitten der Millionen-Metropole zu etablieren und den Menschen alles zu bieten, was sie zum Leben brauchen. Die hier dominierende IT-Branche bringt das nötige Kleingeld mit.