Dass Kopenhagen Luxus-Ambiente zu bieten hat, weiß mittlerweile jeder. In ihrer gesamten Länge bildet die berühmte Strøget die wichtigste und berühmteste Einkaufsstraße Dänemarks. Daneben gibt es zahlreiche weitere Shoppingadressen – aber keine, die das Lebensgefühl der Dänen so verkörpert wie die Strøget. Eigentlich besteht die Luxus-Shoppingmeile aus mehreren Straßen, die eigene Namen tragen. Doch bekannt ist sie als Strøget.

Shopping-Exzess auf drei Kilometern Länge

Dass sich hier Boutiquen, Edelrestaurants und Nobelsschuppen aneinanderreihen, stellt kaum etwas Besonderes dar. Auch in der dänischen Hauptstadt finden Luxusfans Edel-Marken wie Prada, Gucci, Chanel oder Dior. Daneben entdeckt der Kopenhagen-Besucher aber auch typisch Dänisches. Dazu gehört beispielsweise das Königlich Kopenhagener Porzellan. Was die Strøget an Shoppingwahn bietet, versammelt sich im Magasin du Nord, dem größten Kaufhaus in gesamt Skandinavien. Wer hier nicht von Luxus-Fashion, Feinkost und exotischer Vielfalt erschlagen wird, ist ein Shopping-Virtuose. Architekturfans delektieren sich an der Fassade dieses Shoppingtempels in der mondänem Kongens Nytorv. Der Ruhm dänischer Designer wie Poul Henningsen, Arne Jacobsen oder Jacob Jensen hat längst internationales Format erlangt.

Das Prädikat „wonderful Copenhagen“ ergibt sich aus der spannenden Mixtur von unverhohlenem Glamour und typisch dänischer Hyggeligkeit. Gemütliches Miteinander eint alle Unterschiede. Man spürt die sprichwörtliche Zufriedenheit der Dänen an jeder Ecke der Strøget. Der Prachtboulevard wird von Kleinkünstlern und edlen Kaufhäusern, Luxus-Boutiquen und Szene-Bars bevölkert. Namhafte Hotels wie das Metropol, das Bristol oder das Palace säumen Kopenhagens Wohnzimmer. Strøget bedeutet „Strich“. Unter dem Strich dürften sich die getätigten Geschäfte in diesem Stadtviertel mehr als auszahlen. Viele Touristen kommen wegen der Strøget nach Kopenhagen. Immerhin liegt in der Nähe auch Schloss Amalienborg, in dem Königin Margrete II residiert.

Von Anbeginn an eine Erfolgsgeschichte

Als der Ausbau der Strøget in den Sechzigerjahren begann, begann die Erfolgsgeschichte Kopenhagens als Luxus-Standort. Zusammen mit den verkehrsberuhigten Nebenstraßen der Strøget ergeben sich 3,2 Kilometer Shoppingvergnügen. Die dänische Luxus-Einkaufsmeile darf sich als ältestes zusammenhängendes Shoppingviertel der Welt rühmen. Das Strøget-Konzept wurde sogar zum Modell für viele Nachahmer. Anno 1967, als Kopenhagen das achthundertste Stadtjubiläum feierte, bot die Stadt auf der Strøget den weltweit längsten Kaffeetisch. 800.000 Tassen Kaffee wurden ausgeschenkt, 100.000 der berühmten Town Hall-Pandekager verzehrt. Langeweile kommt hier garantiert nie auf. Bis in die Abendstunden ist die Strøget belebt.

2012 feierte die Luxusmeile ihr Fünfzigjähriges. Bis heute wirkt sie so dynamisch jung wie einst. Wenn Abends die Royal Guard vom Amalienborg-Palast über die Strøget paradiert, wird diese seit 1794 gepflegte Tradition zur Hauptattraktion.